Vitamine gehören zu den Mikronährstoffen und müssen mit der Tiernahrung aufgenommen werden, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann.
Die Zufuhr von Vitaminen kann für eine Spezies notwendig sein, für eine andere dagegen nicht: Vitamin C zum Beispiel ist für den Menschen und Primaten unabdingbar, andere Lebewesen können es aus anderen Nährstoffen selbst synthetisieren.
Vitamine werden in 2 Gruppen eingeteilt:
- Wasserlösliche (Vitamin C und B-Vitamine)
- Fettlösliche (Vitamin A, E, D, K)
Wasserlöslichen Vitamine werden mit dem Urin ausgeschieden und deshalb nicht angesammelt, die fettlöslichen Vitamine dagegen werden im Fettgewebe und in der Leber gelagert.
Der Vitaminbedarf hängt vom Körper- und Gesundheitszustand des Tieres ab: Alter und Geschlecht, Stillzeit und Schwangerschaft können eine erhöhte Zufuhr notwendig machen.
In der Tiernahrung werden Vitamine aus unterschiedlichen Quellen eingesetzt, einige haben wir hier aufgeführt.
Vitamine sind u.a. enthalten in:
Bierhefe
Reguliert die Funktion des Verdauungsapparates, es handelt sich um eine natürliche Ergänzung von Vitaminen der Gruppe B und Vitamin D mit positivem Einfluss auf Haut und Fell.
Heidelbeeren
Vorkommen der Heidelbeere (Vaccinium) in Italien: Im Norden und im Gebirge Mittelitaliens. Die Heidelbeere enthält organische Säuren, Pektine, Gerbstoffe, Anthocyane (Farbpigmente) und Vitamin C.
Diese Substanzen sind dank ihrer antioxidativen und antiradikalen Wirkung von großem medizinischen Nutzen.
Man geht davon aus, dass ihre Pigmente bei Kapillarschwäche heilsam wirken und verschiedenen Alterungsprozessen oder Zellveränderungen, die durch Sauerstoff verursacht werden, entgegenwirken.
Es handelt sich hier um dieselben Pigmente, die auch im Wein vorkommen. Die Heidelbeere ist ein natürlicher Antioxidantien-Lieferant, wichtig für die Gesunderhaltung der Harnwege und zur Reduzierung des Infektionsrisikos.
Apfel
Der Apfel enthält organische Verbindungen, sogenannte Phytochemikalien, in kleinen aber wirksamen Mengen. Diese schützen den Körper vor der Zelloxidation. Carotenoide (Farbgeber des Fruchtfleisches) und Phenole neutralisieren freie Radikale und stärken das Immunsystem.
Der Apfel ist reich an Vitaminen, Mineralsalzen und Ballaststoffen: aus der unreifen Frucht wird ein Extrakt aus Polyphenolen und Procyanidinen gewonnen, das der Bildung von Zahnbelag (Plaque) und Karies vorbeugt.
Zitrusfrüchte
Zitrusfrüchte sind reich an Vitaminen und wichtig für die Herstellung ätherischer Öle, Pektine, Zitronensäure und anderer Derivate.
Aus der Grapefruit, der Bergamotte und der Zitrone wird ein Stoffgemisch von Biflavonoiden (Naringin, Hesperidin, Rutin, Quercitin) und Ascorbinsäure (Vitamin C) gewonnen. Diese wirken als Antioxidantien, d. h. sie sind in der Lage, den schädlichen Auswirkungen der freien Radikale auf den Organismus entgegenzuwirken.
Aloe Vera
Die Aloe Barbandensis Miller (Aloe Vera) gehört zur Familie der Liliengewächse und wird häufig auch die "Wunderpflanze" genannt.
Ihre heilenden Eigenschaften sind seit mehr als 5000 Jahren bekannt. Die echte Aloe wächst in Wüstengebieten unter schwierigen Bedingungen, daher auch ihre Fähigkeit, sehr hohe Mengen an Wasser und Nährstoffen zu speichern.
Zu diesen Nährstoffen zählen ein wichtiger Vitamin- und Mineralkomplex (Vitamine A, B, C, D, E), Kohlenhydrate und Enzyme, welche der Pflanze die für Regeneration und Belebung wichtigen Eigenschaften verleihen.